Computerspiele, Kapitalismus und Psychoanalyse: Alfie Bowns „The Playstation Dreamworld“ – Ein Buch deren Besprechung von E. Pfister

Wer die Auslegung von ReadyPlayerOne als Film von Steven Spielberg gesehen hat (quasi eine Statusanalyse der Mainstreamspielkultur eines an sich schon fraglichen Buches voll mit Stereotypen) wird das Buch von Alfie Brown nicht besonders überraschen. Er zeigt auf, was seit Jahren klar und offensichtlich ist, aber nicht unbedingt wahrgenommen werden möchte: Games vermitteln (auch zu ihrer Inszenierung – Sinnsystem Shooter)  teils schon mehr als grenzwertige Wertesystemen in ihren Spielmechanismen. Es reiht sich damit in eine kritische Auseinandersetzung von Spielen, die seit längerem im Gang ist und auch jenseits der Oberfläche (siehe Gamergate) Wertesysteme untersucht – wie etwa „Mittelalter Computer Spiele: Zur Darstellung und Modellierung von Geschichte …“ (zeigt wie radikal kapitalistisch das Mittelalter vereinnahmt wird in der Spielmechanik).

„The Playstation Dreamworld“ geht den Spielen im Folgenden narrativ auf den Grund (Auszug aus dem Artikel von E. Pfister):

„The game begins with a naturally harmonious status quo in which a number of planets flourish independently of each other and with little connection between one planet and the next.“ (Alfie Bowns)

E. Pfister kontextualisiert das in seiner Rezension des Buches und wendet es zurück auf die aktuelle österreichische Kultur an:

„Das klingt doch vom ersten Augenblick an nach einer echten Servus-TV Idylle. Jede Gemeinde kann hier ihre eigenen saftigen Wiesen, die eigene „Identität“ bewahren und gedeiht ungestört von den anderen. JedeR lebt so abgekapselt von den anderen in seiner eigenen Idylle. Internationale Kooperation ist erst gefragt, wenn es um den Abwehrkampf des umweltverschmutzenden „Fremden“ geht. Auch hier ist der Schritt zum Parteiprogramm der FPÖ gar nicht so weit. (Zugegeben: Die tagespolitischen Verbindungen stammen von mir und nicht von Alfie Bown).“ (E. Pfister) 

Zum ganzen Artikel auf videogametourism.at >

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.