playtime – die Kultur-Gameausstellung im Maison d Ailleurs in Yverdon

Nun ist sie eröffnet die Ausstellung playtime im Maison d’Ailleurs (Museum of Science  Fiction, Utopia and Extraordinary Journeys) in Yverdon (10. März bis 9. Dezember 2012) des Programms Gameculture der ProHelvetia. Es ist eine der ersten und grössten Ausstellungen zum Thema (aktuelle) Games und ihre Kultur in der Schweiz.
Und um es vorweg zu nehmen: Es sind viele Ausstellungstücke spiel-, einseh- und berührbar, die noch nie in der Schweiz gezeigt wurden (vorallem die Spiele, die aus dem Kunstkontext kommen) und die nun einem breiten Publikum zugänglich sind.
Index

„Geordnet“ sind die vielen Game-Fundstücke nach einigen Themen wie „Rules of Play / The Game of Life / Game Geographies and PlayNations / Bodies and Minds / Assault on Reality / Archeology of Fun“. Leider fehlen im Raum Beschreibungen zu den Spielen und Phänomenen, so das manches (falls man keine Beschreibung beim Eingang sich ergattert) unverständlich sein werden. Hier muss die Ausstellung dringend auf den Stand von 2012 upgedated  werden, sonst bleibt das Ganze mehr eine „Ach-sieh-mal-da-Ausstellung“ als (längerfristige) Auseinandersetzung mit dem Thema Gamekultur.

Gezeigt werden diverse Spiele und kulturelle Phänomene angefangen von der Entwicklung der Games spielerisch (verschiedene Games seit 1990) über die Entwicklung der Kontroller (NES, Wii etc),  gefilmte spielende Kindergesichter, GameArt-Spiele (spielbar) über konkrete Augmented Reality Games (als Dokumentation) über Auseinandersetzungen mit Gamekultur wie Aram Bartholls Dust (der gerne den millionfach gespielten Level aus COUNTERSTRIKE konkret bauen würde) bis hin zu Begleiterscheinungen wie Goldfarming.
Massenmediale Gamekultur
Die Ausstellung setzt leider gerade bei seinen Austellungstücken in der Zeit ein, in der das Phänomen Computerspiel ein weltweites geworden ist (und finanziell und kulturell hochgewertet wurde) , das heisst 2008/2009/2010+. Man schreibt damit (bewusst oder unbewusst) am gesellschaftlichen Mythos fort, dass es davor weder Kunst noch eine Massen-Gamekultur gab. Der Zuschauer bekommt den Eindruck: „WOW, das ist neu!“. Was für die uninformierte Mehrheit der Gesellschaft durchaus zutrifft (wie auf das Internet um 2000) – sie wollte es davor einfach gar nicht wissen. Diese Tendenz ist natürlich nicht neu, sondern gehört zum Konzept, wie Games verwaltet, kommerzialisiert und letztlich auch (neu) in den letzten Jahren kultiviert werden. Vor lauter Begeisterung für das Phänomen vergisst man dabei wieder wie die Gamekultur heute sozialisiert ist und eingebaut wird in Sozialisierung (Ausbildung) und auch Kontrolle der Gesellschaft.
Das Highlight am Apero: Mobiles Kino
Wie komplex das Phänomen Gamekultur ist und wie lange und wie man sich damit schon auseinandersetzt, zeigte die Kunstgruppe mobileskino.ch aus Basel beim Apero der Ausstellung mit ihren Super-V8-Automaten(leider nicht in der Ausstellung vertreten). Sie entwickeln seit Jahren Spielumsetzungen, die statt mit programmierbarer Elektronik mit Super-V8-Filmen und Projektoren funktionieren. So sind die Levels sowie die Gamemechanik etwa auf einen Film gemalt und funktionieren damit radikal anders als heutige Spiele oder man verbrennt beim Schiessen (indem der Film stillsteht) Szenen aus einem Film auf dem Spielfirmen abgebildet sind. Die Kunstgruppe wirft damit die Frage nach dem Rahmen unserer Gamekultur auf und wird dabei selbst zur Gamekultur und zur Hinterfragung derselben:  Was sind die Bedingungen für diese gamifizierte Welt und wie arbeiten diese Maschinchen called Computergames in einem anderen Medium unter anderen Bedingungen.

In diesem Sinn:
Gamekultur und vorallem Gamekunst haben eine mindestens 25 jährige Kulturgeschichte und diese Kulturgeschichte der Kunst mit Computerspielen (etwa GameArt) gehört zur Komplexität und zum Phänomen der Spielkunst. Diese Komplexität ist man dem Phänomen schuldig und wird leider allzu oft unter den massenmedialen Teppich gekehrt, weil es dem Zeitgeist besser entspricht.
Zur Ausstellung: http://playtime.ailleurs.ch/en >

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8 Antworten zu playtime – die Kultur-Gameausstellung im Maison d Ailleurs in Yverdon

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