
Eigentlich ist Manga ein Comic-Stil. Neben dem Manga-Stil gibt es diverse andere Comic-Stilrichtungen wie den amerikanischen Mainstreamcomics mit SuperMan und Co oder den eher europäischen Comic mit TinTin oder Asterix. Dann gibt es natürlich auch all die damaligen subversiven Comics wie XY the Cat oder die europäischen Comics, der 70er/80er Jahre wie man sie noch heute im Strapazin oder am Fumetto findet. Eine wirklich breite Palette.
Aber dann ist da Manga. Manga scheint den Bruch von Stil und Thema nicht zu schaffen. Es gibt zwar sehr früh schon Aneignungen des Ausserhalb-Japans. Man denke etwa an Heidi.

Hier zeichnen Japaner* den Rest der Welt durch ihre „Augen“. Sie eigenen sich die Welt an und das klappte ja sehr gut. Damit werden natürlich die Faszinationen der japanischen Kultur für Europa weiter fortgeschrieben. Dies verwundert nicht, denn schliesslich wurde mit der erzwungenen Öffnung Japans auch sehr viel Kultur der damals führenden Nationen wie Deutschland, Frankreich und England importiert. Vom deutschen Eherecht bis zur deutschen Musik. Darum heisst ja die Serie vermutlich bis heute auch Elfenlied oder das Spiel Zweihänder. In diesem Sinn ist es klar, warum dies passiert mit all den Folgeströmen von Touristen – in beide Richtungen.
Es gibt auch modernere Beispiele wie etwa ARTE. Einer adligen, die in der Renaissance Malerin werden möchte und wird.
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