Zu Zeiten der Reformation und natürlich auch davor, lebten die Menschen in ständiger Angst davor dem Teufel in die Hände zu fallen. Und ja der Teufel war real, man konnte ihn sehen, konnte seine Zeichen sehen oder ihn selbst. Es war der Gott des alten Testaments, der zelebriert wurde. Auch Herrschungstechnisch perfekt. Zusätzlich gab es die gefährliche Sache, dass es nicht gut stand, um das heilige römische Reich und wenn dieses Zerfallen würde, so die Angst, würde die Prophezeihung aus der Bibel wahr (nach dem tausendjährigen Reich): Das Ende der Welt, Armageddon! Und am Ende das jüngste Gericht. All diese trieb die Leute an und verängstigte sie. Auch die Reformation kann als Teil dieses Prozesses gelesen werden, es musste etwas geschehen, sonst rächte sich Gott an den Menschen. Schliesslich war das seine immer währende Schöpfung. Hand anzulegen und sie zu zerstören, war ein Frevel.
Und die Zeichen waren damals überall: Monster – meist verunstalte Menschen, Tiere, Fehlgeburten, aber auch: Trockenheit, Missernten, Krankheiten. All das war – damals die Lesart – da, weil man gesündigt hatte. Gott kommunizierte mit den Leuten im Alltag. Und die Kirche als Macht nutzte das auch – schliesslich stand sie zwischen dem Gläubigen* und dem Himmelreich oder eben der Hölle. Die Spielemechanik war also: Das Leben ist ein Vorspiel, ein Sammeln von Bonuspunkten für das danach. Dann wurde abgerechnet – belohnt oder bestraft.
Heute, Jahrhunderte später stehen wird nun wirklich da (in diesem Christlichen Game) und ja die „Sünden“ der Menschheit sind echt. Hundert Jahre Industrialisierung haben mit ihrem CO2 und viele Umweltschäden den bekannten Planeten zu Grunde gerichtet.
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